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Montiert wurde auch in der Nacht.

Montage am anderen Ende der Welt

16.000 Kilometer Entfernung, viele Stationen und eine ordentliche Portion Zeitverschiebung – langweilig wurde es bei dem Projekt „Gold Coast 3“ garantiert nicht. Gemeinsam mit unserem australischen Partner MIRAIT haben wir unsere Gleiskomponenten und die zugehörige Steuerung Station für Station auf der Strecke montiert. Von Christoph Heidbrink

Damit vor Ort alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, wurden die benötigten Komponenten zunächst in einem zentralen Lager bereitgestellt. Anschließend hieß es: Kabel ziehen, anschließen, Gleiskomponenten montieren – und das Ganze natürlich nicht irgendwo, sondern auf einer Strecke, die in zahlreiche Teilbereiche aufgeteilt war.

Gut organisiert ist halb montiert. Deshalb gab es regelmäßige, wöchentliche Abstimmungen mit unserem Partner MIRAIT. Dabei wurden die Vorgaben unseres Auftraggebers, die nächsten Arbeitsschritte und die Planung für die einzelnen Teilbereiche gemeinsam abgestimmt.

Eine besondere Herausforderung war dabei nicht etwa die australische Hitze, sondern die Entfernung – und damit die Zeitverschiebung. Wenn hier der Arbeitstag langsam zu Ende ging, war Down Under teilweise schon wieder mittendrin. So konnte aus einer kurzen Rückfrage schnell einmal eine Kommunikation mit eingebauter 24-Stunden-Pause werden. Man lernte also schnell: Nicht jede Verzögerung ist ein Problem – manchmal ist sie einfach nur eine Zeitzone.

Für die Inbetriebnahme hieß es dann: Koffer packen und vor Ort ran an die Anlage. Unsere HANNING & KAHL-Monteure und Techniker nahmen die einzelnen Stationen Schritt für Schritt in Betrieb und sorgten dafür, dass aus montierten Komponenten eine funktionierende Anlage wurde.

Ende 2025 konnte bereits die erste Teilstrecke erfolgreich durch unseren Kunden abgenommen werden. Danach ging es Station für Station weiter. Da sich die Stationen im Aufbau sehr ähnlich waren, konnten die gewonnenen Erfahrungen direkt für die nächsten Bauabschnitte genutzt werden.

Im letzten Bauabschnitt wurde es schließlich noch einmal sportlich: enger Zeitplan, viele Aufgaben und ein klarer Termin vor Augen. Doch das Team blieb dran – und so konnte die Montage und Inbetriebnahme im Mai 2026 erfolgreich abgeschlossen werden.