Die Lichtstadt Jena – Stadt der Wissenschaft
Von Winzern gegründet und erstmals im Jahr 1236 urkundlich erwähnt, lebt Jena, mit ca. 111.500 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Thüringen, von einer faszinierenden Verbindung von geschichtsträchtiger und intellektueller Vergangenheit mit innovativer Forschung und Industrie sowie internationalen Wirtschaftsbeziehungen, landschaftlichen Reizen und jungem studentischen Leben. Dieser Facettenreichtum verleiht der quirligen Großstadt einen besonderen Charme. Von Helen Cleary
Seit der Gründung der Universität im Jahr 1558 ist Jena einer der berühmtesten Studienorte in Deutschland. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Saalestadt durch die enge Beziehung zur nahen Residenzstadt Weimar und dank der Förderung durch den Dichter und Wirtschaftsminister Goethe zum bedeutendsten geistigen Zentrum Deutschlands.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Jena dank des wissenschaftlich-wirtschaftlichen Dreigestirns Carl Zeiss, Otto Schott und Ernst Abbe zur Industriestadt. Die Kooperation zwischen Forschungsinstituten und Wirtschaftsunternehmen hat sich bis heute bewährt und begründet Jenas Ruf als Hochtechnologiestandort und Stadt der Wissenschaft.
Neben technischen, naturwissenschaftlichen sowie literatur- und kunstgeschichtlichen Museen, findet man in Jena auch eine attraktive, moderne Kulturlandschaft. Das jährlich stattfindende Open-Air-Festival „Kulturarena“ lockt internationale Stars an. Darüber hinaus bieten das Theater, der Kunstverein und die Philharmonie Individuelles und Hochkarätiges.
Eine Sonderfahrt mit der historischen Straßenbahn führt Sie zu besonderen Ecken und Plätzen der Lichtstadt und versetzt Sie zurück in die 1920er Jahre. Das im Jahr 1926 eröffnete Zeiss-Planetarium ist das weltweit betriebsälteste Großraum-Projektions-Planetarium. Von der Aussichtsplattform des 159 Meter hohen JenTowers genießt man einen herrlichen Panoramablick auf die Stadt, den Thüringer Wald und das wunderschöne Saale-Tal. Und der Wein? Er ist bei Einheimischen und Touristen heute genauso beliebt wie vor 800 Jahren.