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Dacia Hipster Concept: Das Elektroauto, das Minimalismus fährt

Wer braucht schon 500 PS, wenn man mit drei Metern purem Minimalismus glänzen kann? Dacia präsentiert das „Hipster Concept“ – ein Elektroauto, das weniger „Auto“ ist und mehr „philosophische Haltung auf Rädern“. Von Sigrid Riewe-Scholz

Während andere Hersteller ihre Elektroautos mit 27“ Displays, Massagesitzen und künstlicher Intelligenz ausstatten, hat Dacia sich gefragt: Braucht das wirklich jemand? Die Antwort: Nein.
Also haben sie ein Auto gebaut, das alles Überflüssige über Bord wirft – fast so, als hätte Marie Kondo persönlich Hand angelegt.

Der Hipster Concept misst bescheidene drei Meter, hat vier Sitze und einen Kofferraum, der irgendwie zwischen 70 und 500 Litern schwankt – je nachdem, wie sehr man seine Mitfahrer mag.

Weniger ist mehr – wirklich weniger.

Dacia nennt das Ganze „Eco-Smart-Ansatz“, was ungefähr bedeutet: Weniger wiegt mehr. Der Hipster Concept ist 20 Prozent leichter als der ohnehin schon federleichte Dacia Spring. Das spart Rohstoffe, Energie und wahrscheinlich auch Parkplatzsuche, denn das Ding passt vermutlich quer in jede Parklücke.

Und weil 94 Prozent der Autofahrer in Frankreich weniger als 40 Kilometer am Tag fahren, reicht der Hipster Concept mit zwei Ladungen pro Woche locker – außer natürlich, man wohnt auf einem Berg oder hat einen sehr langen Anfahrtsweg zum nächsten Supermarkt.

Design? Ja, aber bitte ehrlich.

Das Design des Hipster Concept ist so reduziert, dass Bauhaus-Architekten feuchte Augen bekommen würden. Ein Block auf vier Rädern, keine Überhänge, keine Spielereien. Türgriffe? Luxus! Stattdessen gibt’s einen Riemen. Leichter, günstiger, praktischer – und ein bisschen clever durchdacht.

Die Rückleuchten verstecken sich clever hinter der Heckscheibe, weil: Warum Glas verschwenden, wenn’s auch transparent geht? Und lackiert wird nur das Nötigste – drei Teile, um genau zu sein. Dacia nennt das „Design-to-Cost“. Wir nennen es: Design-to-Vernunft.

Trotz seiner kompakten Maße soll der Innenraum erstaunlich geräumig sein. Vier Erwachsene passen rein, wenn sie sich mögen. Das Interieur ist eine Ode an den Pragmatismus: Sitzbank vorne, Netzstoff hinten, Airbags für Fahrer und Beifahrer sind selbstverständlich integriert.

Das Ganze ist „YouClip®-fähig“, also individualisierbar mit allerlei Zubehör, das man einklipsen kann: Becherhalter, Armlehnen, Lampen – fast wie Lego für Erwachsene mit Führerschein.

Statt eines überdimensionierten Infotainment-Systems gibt’s eine Smartphone-Halterung – nach dem Motto Bring Your Own Device. Das Handy wird gleichzeitig Schlüssel, Bildschirm und Soundanlage – minimalistisch, clever, effizient.

Während die Konkurrenz versucht, Elektromobilität zur Weltraumerfahrung aufzublasen, bleibt Dacia bodenständig – oder besser gesagt: straßenständig.

Fazit:
Der Dacia Hipster Concept ist kein Auto für Menschen, die beeindrucken wollen – sondern für Menschen, die verstanden haben, dass weniger manchmal einfach mehr ist.
Oder wie Dacia es ausdrücken würde: «À la Dacia» – ehrlich, einfach, elektrisch.