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Flughafen oder Parkplatz?

Science-Fiction-Fans dürfen jetzt einmal tief durchatmen – und dann die Flügel auspacken. Denn in der Slowakei hebt nun ein Auto ab, das man bisher nur auf der Kinoleinwand bewundern konnte. Das futuristische Gefährt hört auf den Namen „AirCar“, trägt die amtliche Luftfahrt-Registrierung OM-KLZ und hat von der slowakischen Zivilluftfahrtbehörde offiziell grünes Licht bekommen. Sigrid Riewe-Scholz

Hergestellt wurde das AirCar von Klein Vision, einem mutigen Start-up aus Nitra. Bereits im Juni 2021 stieg der Prototyp zu Testflügen Richtung Bratislava auf. Jetzt ist es offiziell: Das Auto darf nicht nur Straßen, sondern auch den Himmel erobern.

70 Flugstunden, 200 Starts und Landungen – und ein bisschen Magie

Um die Zulassung zu erhalten, musste das AirCar mehr leisten als so mancher Autofahrer in seinem ganzen Leben: rund 70 Flugstunden und 200 Starts und Landungen standen auf dem Programm. Das Ergebnis: Ein Fahrzeug, das sich auf der Straße wie ein ganz normales Auto verhält – und sich innerhalb von drei Minuten in ein flugfähiges Wunderwerk verwandeln lässt. Eine Superkraft, die schon auf Messen für offene Münder und gezückte Handykameras gesorgt hat.

Die Vision von Klein Vision? Eines Tages sollen AirCars kommerziell zwischen Städten wie Paris und London fliegen. Vorausgesetzt, man hat einen Führerschein für die Straße und eine Pilotenlizenz für die Luft – schließlich will man ja nicht in einem futuristischen Stau enden… in 2.500 Metern Höhe.

Ein Intercity-Flug wie aus einem Film

Der erste Langstrecken-Taufflug des AirCar fand zwischen dem internationalen Flughafen in Nitra und dem Flughafen in Bratislava statt – und dauerte 35 Minuten. Dabei zeigte das Fahrzeug, dass es keine halben Sachen macht: Mit einem BMW-Motor unter der Haube, 160 PS, Propellerantrieb und sogar einem ballistischen Fallschirm für die extra Portion Sicherheit, meisterte es unter anderem Flüge in 45° Schräglage.

Prototyp 1 war also schon beeindruckend, doch die echte Show beginnt mit Prototyp 2: Satte 300 PS, bis zu 300 km/h, Reichweite 1.000 Kilometer – und nach der Landung ist es in unter drei Minuten wieder ein Auto. Perfekt, wenn man spontan zwischen Meeting und Flugplatz pendeln will.

Straßenverkehr oder Luftraum? Warum nicht beides!

Das AirCar ist quasi die slowakische Antwort auf James Bond und Doc Brown zugleich: ein Fahrzeug, das sich nicht entscheiden muss, ob es Asphalt oder Wolken bevorzugt. Mit der offiziellen Zulassung in der Tasche beginnt nun die Reise Richtung Serienreife – und wer weiß, vielleicht parken wir bald unsere Autos nicht mehr in Tiefgaragen, sondern auf kleinen Privatflugplätzen.