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Sandungssystem GripMaster®

Schienenfahrzeuge nutzen Sandungssysteme, um ein sicheres Bremsen und Beschleunigen zu gewährleisten. Das pneumatische Fördern von grobkörnigem Quarzsand in den Rad-Schiene-Kontakt stellt auch bei widriger Witterung die bestmöglichen Reibungsverhältnisse sicher.

Durch die Entwicklung des GripMaster® rundet der Geschäftsbereich Bremsen sein Produktportfolio ab. HANNING & KAHL verzichtet auf bewegliche Komponenten, die in Kontakt mit dem abrasiven Sand stehen und bietet seinen Kunden damit ein wartungsfreundliches und kompaktes Produkt. Neben internen Typenprüfungen bewähren sich derzeit acht Systeme in einem StadtBahn-Wagen in Bielefeld.

Die Sandbehälter aus Edelstahl verfügen neben einem Füllstand-Sensor über eine innenliegende Revisions- und eine außenliegende Einfüllklappe. Unter jedem Sandbehälter ist eine Dosiereinheit montiert, die in der Regel von einem Drehschieber-Kompressor versorgt wird. Das Drehschieber-Prinzip sorgt für einen schnellen Druckaufbau und einen hohen Volumenstrom. Innerhalb der Dosiereinheit verteilen Ventile die Druckluft so, dass die benötigte Sandmenge in den Förderschlauch strömt. Am Ende des Schlauchs sorgt eine beheizte Düse für einen präzisen Sandaustritt von bis zu 1.200 g/min. Dabei werden selbstregelnde Heizelemente eingesetzt, die ganzjährig ein Vereisen verhindern und die Trocknung beschleunigen.

Nach jedem Sandungsvorgang werden die Förderwege pneumatisch gereinigt, um Ablagerungen zu verhindern und den Betrieb auch bei hoher Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Wird während der Reinigungsphase erneut Sand angefordert, ist der Drehschieber-Kompressor noch aktiv und der Sand strömt unmittelbar aus der Düse. Gleiches gilt, falls das Sandungssystem zentral durch das Fahrzeug mit Druckluft versorgt wird.

In Kombination mit einem Steuergerät von HANNING & KAHL wird die Sandmenge in Abhängigkeit der Fahrgeschwindigkeit dynamisch angepasst. Besonders bei geringen Geschwindigkeiten kann so verhindert werden, dass Gleisfreimeldeanlagen durch den elektrisch isolierenden Sand beeinflusst werden. Außerdem werden die Umweltbelastung durch Feinstaub und die Verunreinigung der Gleisbetten minimiert. Gleichzeitig reduziert der bedarfsgerechte Einsatz von Quarzsand den Befüllaufwand und damit die laufenden Kosten der Verkehrsbetriebe.