Niederflurfahrzeug KONYA
Eingebauter Federspeicher HYS 106 im Triebfahrwerk
Eingebaute Hilfslösepumpe im Triebfahrwerk
Eingebautes Hydrogerät HZY-K100-DPR im Triebfahrwerk

Bremssystemvarianten für 100 % Niederflurfahrzeuge, Beispiel 3

Das Fahrzeug besteht aus fünf Wagenteilen, die auf zwei Triebfahrwerken und einem Lauffahrwerk ruhen.

Die Triebfahrwerke sind mit zwei längs liegenden Motoren ausgestattet, die über ein Winkelgetriebe jeweils eine Achse antreiben. Zwischen Motor und Getriebe ist ein Federspeicherbremssattel HYS 106 positioniert, der auf die schnelldrehende Bremsscheibe wirkt. Der Bremsbelagverschleiß wird durch einen im Federspeicher integrierten, automatischen Nachsteller kompensiert. Die stufenlose Ansteuerung der beiden Federspeicher erfolgt über ein Hydrogerät HZY-K100-DPR mit Notbremsfunktion. Die Bremselektronik HEY-C setzt dabei die Bremssignale der Zugsteuergeräte in entsprechende Signale an das Hydrogerät um.

Im Lauffahrwerk wird jede Achse von zwei außenliegenden Federspeichern HYS 258 gebremst. Die stufenlose, gleitschutzüberwachte Ansteuerung erfolgt für beide Achsen über ein Hydrogerät HZY-K140-PR mit Notbremsfunktion und externem Druckspeicher, das wiederum von einer Bremselektronik HEY-C seine Signale erhält.

Alle Fahrwerke besitzen eine Hilfslösepumpe, um in einem Fehlerfall die Federspeicher über einen zweiten, vom Betriebskreis unabhängigen Hydraulikkreis, manuell lösen zu können. Das sichere Lösen bzw. das Einfallen der betroffenen Federspeicher wird über einen Druckschalter signalisiert