Regio Citadis
RegioCitadis
Der Regio Citadis ist ein 3-teiliges 2-System-
Fahrzeug, das auch für den Einsatz auf Vollbahnstrecken konzipiert ist. Um die besonderen Anforderungen zu erfüllen, sind beide Triebdrehgestelle (TD) und beide Laufdrehgestelle (LD) mit Federspeicherbremsen ausgerüstet.
In den Triebdrehgestellen sind die Bremssättel am Getriebe befestigt und wirken auf eine auf der Getriebehohlwelle befestigten Bremsscheibe. Beide Bremssättel werden über ein gemeinsames Hydrogerät und eine Ventilsteuerstufe 3-stufig angesteuert.
Bei den Laufdrehgestellen ist die Bremsscheibe am Rad und der Bremssattel auf der stillstehenden Radnabe befestigt. Die Bremsdrucksteuerung erfolgt stufenlos. Die Hydrogeräte, die den LD zugeordnet sind, verfügen über jeweils zwei voneinander unabhängige Bremskreise, an die jeweils die beiden Sättel eines Radpaares angeschlossen sind. Die elektrische Ansteuerung, die Überwachung sowie den Gleitschutz der stufenlosen Bremse realisiert ein Bremssteuergerät in Verbindung mit Impulsgebern, die jedem Losrad zugeordnet sind.
Bei Federspeicherbremsen wird die Bremskraft durch mechanische Federn erzeugt. Mit hydraulischem Druck aus den Betriebs-
hydrogeräten wird die Bremse wieder gelöst. Das Prinzip der Federspeicherbremse stellt sicher, dass im Falle einer Störung – z.B. Ausfall der elektrischen Spannung – die Bremsen mit Federkraft anlegen (à Fail-Safe-Bremse) und das Fahrzeug dadurch gesichert wird. Um ein gestörtes Fahrzeug dennoch bewegen / abschleppen zu können, verfügen die hydraulischen Federspeicherbremsen über eine mechanische und hydraulische Hilfslöse-
möglichkeit. Für das drehgestellselektives Notlösen der Bremse wird im Fahrerraum ein Hilfslösehydrogerät deponiert.
Alle Drehgestelle sind mit Schienenbremsen gleichen Typs und einer Tiefaufhängung ausgerüstet.









