Flexity Classic
Flexity Classic
Der Fahrzeugaufbau ruht auf zwei Trieb- und zwei Laufdrehgestellen. Die Triebdrehgestelle sind achsweise mit einem Federspeicher-
Bremssattel ausgestattet. Die Laufdrehgestelle verfügen an jedem Rad über je einen aktiven Bremssattel.
Die Federspeichersattel besitzt eine Kraftpatrone zur Erzeugung der Bremskraft, die stufig oder stufenlos auf die Bremsscheiben aufgebracht werden kann. Für Triebdrehgestelle wird in der Regel die stufige Ansteuerung genutzt, da diese Bremsen hauptsächlich als Halte- und Feststellbremse fungieren. Für Laufdrehgestelle wird die stufenlose Ansteuerung gewählt, denn in bestimmten Fällen müssen sie einerseits als Betriebsbremse mit Gleitschutz, andererseits als Gefahrenbremse die optimale Leistung bringen.
Bei stufiger Ansteuerung von 2 Federspeichern im TD werden diese mit einem Hydrogerät HZY-K100 DP betrieben. Das ZSG sendet an die Ventilsteuerstufe VSS das zur Bremsstufe gehörige Signal (max. 3-stufig), das daraufhin über das Hydrogerät die entsprechende Bremskraft einlaufen läßt. Eine Gleitschutzüberwachung findet nicht statt.
Alle 4 aktiven Bremssättel des Laufdrehgestells werden über ein Hydrogerät HZY-K100-AP mit externem Druckspeicher stufenlos angesteuert. Die elektrische Ansteuerung, die Überwachung sowie den Gleitschutz realisiert ein Bremssteuergerät BSG zusammen mit Impulsgebern, die die Raddrehzahl für jedes Rad ermitteln.
Die Bremsbefehle des ZSG werden gewichtsabhängig in Bremskraft umgesetzt. Erkennt einer der Impulsgeber einen Gleitvorgang, wird die Bremskraft fallweise reduziert oder ganz aufgelöst.
Alle H&K Federspeicher verfügen über eine mechanische Notlöseeinrichtung, mit der einzelne Federspeicher für den Werkstattgebrauch manuell gelöst werden können.
Alle Drehgestelle sind mit jeweils 2 Schienenbremsen ausgerüstet. Sie wirken unabhängig von der Reibung zwischen Rad und Schiene und sorgen speziell bei der Gefahrenbremse für ausreichende Verzögerungswerte.











