Hanning & Kahl

Hoher Besuch

Hoher Besuch bei Hanning & Kahl

Auf seiner Klimaschutztour 2011 machte Johannes Remmel Mitte August Station bei der Hanning & Kahl GmbH & Co. KG. Nordrhein-Westfalens Umweltminister informierte sich hier über die innovativen Lösungen des ostwestfälischen Unternehmens in Sachen Windenergie.

Auf der Tour, die Remmel zu vorbildlichen Projekten aus den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien führt, war der Bremsenspezialist das fünfte Unternehmen. Entstanden war der Kontakt bereits zur Hannovermesse im April dieses Jahres. Dort hatte sich der Grünen-Politiker am Stand von Hanning & Kahl über Bremssysteme für Windkraftanlagen informiert und den Wunsch geäußert, dies bei einem Besuch in Oerlinghausen zu vertiefen. "Mit meiner Sommerreise, die die EnergieAgentur.NRW organisiert, möchte ich auf die Unternehmen aufmerksam machen, die den Klimaschutz und die Energiewende als Chance sehen", erläutert der Minister.

Dass Hanning & Kahl diese Chance bereits ergriffen hat, wurde bei einem Werksrundgang und intensiven Gesprächen deutlich. Innovation als Antrieb"Wir haben nach Wachstumsmärkten gesucht. Da ist es logisch, dass wir auf die erneuerbaren Energien gekommen sind", ist Geschäftsführer Wolfgang Helas vom zukunftsträchtigen Geschäftsbereich überzeugt und unterstreicht: "In diesem wichtigen Bereich wollen wir unser Know-how einbringen." So sind hier inzwischen 30 Mitarbeiter tätig und engagieren sich für innovative Lösungen beim Thema Windkraft. Schon 2003 lieferte Hanning & Kahl das erste elektromechanische Sicherheitsbremssystem für Windenergieanlagen (WEA) aus. Eine technische Revolution mit zahlreichen Vorteilen gegenüber den bis dato verwendeten hydraulischen Bremsen. Heute hat sich die elektromechanische Bremse in zahlreichen Windkraftturbinen etabliert.

Praxiserfahrung sammelnNeben der Präsentation dieser wegweisenden Technologie informierte Hanning & Kahl den Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz über ein Projekt, das junge Leute an das wichtige Thema heranführen soll. Nach dem Motto "learning by doing" beschäftigen sich die 20 Auszubildenden des Unternehmens seit Mai 2009 mit dem Bau einer Windenergieanlage am Firmenstandort. Von Messungen über die Berechnung der Amortisationsdauer bis hin zum Antrag der Baugenehmigung haben die Azubis alle Aufgaben übernommen. "Das geringe Windaufkommen und eine Höhenbeschränkung machen die Umsetzung in Oerlinghausen leider unmöglich", sagt Helas und erwägt den Bau in Eggesin an der Ostsee, einem Standort der Hanning Elektrowerke. Den Ausbau der Windenergie in NRW voranzutreiben ist ein Ziel der Klimaschutzstrategie der Landesregierung. Der Anteil an der Stromversorgung soll von heute drei Prozent auf 15 Prozent bis zum Jahr 2020 steigen. Am Ende des Firmenbesuchs zeigte sich Minister Remmel optimistisch mit Unterstützung engagierter Unternehmen wie Hanning & Kahl dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen.